Welche Erkrankungen können homöopathisch behandelt werden?

Das Haupteinsatzgebiet der klassischen Homöopathie sind die chronischen Erkrankungen, die heute immer mehr Menschen befallen. Hierzu seien nur einige genannt, wie z. B. Allergien, Heuschnupfen, Neurodermitis und andere Formen von Hauterkrankungen, Migräne, chronische Schmerzzustände, rheumatische Erkrankungen oder Beschwerden in den Wechseljahren.

Da die klassische Homöopathie den ganzen Menschen miteinbezieht, können aber auch Beschwerden im psychischen Bereich wie z. B. depressive Verstimmungen, Lernstörungen oder Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern behandelt werden.

Selbstverständlich werden die homöopathischen Arzneien auch bei akuten Erkrankungen mit großem Erfolg angewendet.

Was heißt klassische Homöopathie ?

Die klassische Homöopathie zeichnet sich dadurch aus, dass immer nur ein einzelner Wirkstoff gegeben wird und keine Kombination von mehreren Arzneien vorgenommen wird.

Samuel Hahnemann hat in seinen Arzneiprüfungen am Gesunden immer nur die Wirkung eines einzelnen Stoffes geprüft und niedergeschrieben. Er hat zu seiner Zeit keine Wirkstoffkombinationen (Komplexmittel) eingesetzt.

Dadurch kann der Homöopath die Reaktion seiner Patienten auf die Arzneien besser und differenzierter beurteilen.

Wie verläuft eine homöopathische Behandlung ?

Zu Beginn der Behandlung wird die homöopathische Erstanamnese (Erstgespräch) durchgeführt. Dieses Gespräch ist sehr intensiv, und beinhaltet die aktuellen Beschwerden sowie die Krankheitsvorgeschichte. Sie dauert in der Regel 1,5 - 2 Stunden.

Globuli sind eine Darreichungsform homöopathischer Arzneimittel
Die homöopathischen Arzneien werden nach einem bestimmten Verfahren, das man Potenzieren nennt, hergestellt. Dadurch bekommen sie ihre Stärke und Heilkraft.

Der Homöopath entscheidet nach der Erstanamnese welche Arznei in welcher Form (Kügelchen = Globuli oder Tropfen) eingenommen wird. Je nach Erkrankung benötigt es ein oder mehrere Arzneimittel nacheinander.

In regelmäßigen Abständen wird die Arzneiwirkung vom Therapeuten überprüft.

Die Behandlungsdauer einer chronischen Erkrankung verläuft in der Regel über einen längeren Zeitraum und ist abhängig von der Schwere und dem Zeitraum des Bestehens der Krankheit.